Tipps & Tricks: Schutz für Kinder im Internet

Kindgerechte Angebote sowie technische Unterstützung beim Schutz vor Gefahren und unliebsamen Inhalten sind wichtig für die ersten Schritte von Kindern und Jugendlichen im weltweiten Datennetz. Dabei sollten Eltern die Surfgewohnheiten ihrer Sprösslinge kennen sowie über grundlegende Sicherheitsregeln Bescheid wissen.

Neben Büchern, Kinderzeitschriften, Radio und Fernsehen bildet das Internet heute bereits bei den Kleinsten einen oft gewichtigen Teil des Medienkonsums. Gemäss einer aktuellen Studie haben über 95 Prozent der 6 bis 12jährigen zuhause Zugang ins World Wide Web. Genutzt werden bei den Jüngeren vorab YouTube und Angebote wie jene von KiKA und speziellen Kindersuchmaschinen. Ältere Kinder sind fasziniert von sozialen Plattformen, Communities und Chat-Programmen. Stets präsent sind dabei gewisse Gefahren: Angefangen bei ungeeigneten Inhalten (Pornografie, Gewalt usw.) über Kontaktrisiken bis hin zur (oft unbeabsichtigten) Preisgabe von persönlichen Informationen sind die Risiken breit gefächert.

Deshalb ist es wichtig, dass sich Erziehungsberechtigte dieser Gefahren bewusst sind – und ohne permanente Überwachung und Einsatz des Mahnfingers über die Gewohnheiten ihres Nachwuchses wachen und Bescheid wissen. Die so genannte Medienerziehung sollte vielmehr unter dem Motto «verstehen und vertrauen statt verbieten» erfolgen. Zur Unterstützung empfehlen sich unter anderem auch technische Hilfsmittel.

Ein paar Tipps zum sicheren Umgang mit dem Internet

  1. Kleine Kinder stets begleiten und für die Älteren klare Regeln vereinbaren (wann und mit wem darf das Netz genutzt und welche Inhalte besucht werden).

  2. Altersgerechte Angebote auswählen. Bestimmte Webseiten lassen sich zum Beispiel in den Favoriten des Webbrowsers ablegen oder auf der Startseite anzeigen.

  3. Technische Massnahmen ergreifen für Kinder, die unbeaufsichtigt surfen dürfen. Hier gibt es (zum Teil kostenlose) Schutzprogramme, welche ungewollte Inhalte unerreichbar machen. Das gilt auch für Smartphones und Tablets.

  4. Kinder im Umgang mit persönlichen Daten sensibilisieren. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Privatsphäre vor Cyberkriminellen sondern auch darum, dass ungewollt weitergegebene Daten zu Werbezwecken missbraucht werden können. Kinder sollten begleitet werden, wenn sie z.B. ein eigenes Facebook-Profil anlegen.


Links

  • KinderServer – Download oder Browser-Plugin für kindgerechte Webseiten (auch als App für Smartphones und Tablets):
    www.kinderserver-info.de

  • Jugendschutzprogramm – Filtersoftware mit individuellem Schutz für alle Altersstufen (PC und Smartphone):
    www.jugendschutzprogramm.de

  • Surf-Sitter – Kostenpflichtige Software (PC), auch als Hardware-Komponente (Router) erhältlich:
    www.surf-sitter.de

  • Jugend und Medien – Schweizer Plattform zur Förderung von Medienkompetenzen:
    www.jugendundmedien.ch
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