«Internet of Things»: Die Zukunftsmusik, die schon heute spielt

In Zusammenhang mit der Digitalisierung der Welt und der Entwicklung des Internets begegnet man heutzutage immer öfter dem Schlagwort «Internet of Things». Doch was bedeutet eigentlich dieses «Internet der Dinge» und wie beeinflusst es heute und in Zukunft unseren Alltag?

Das «Internet der Dinge» ist ein Überbegriff für den Trend, dass nicht nur «smarte Geräte» wie Smartphones, Tablets oder der PCs mit Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgestattet sind, sondern zunehmend auch Gegenstände des Alltags über Internet verbunden sind und Informationen sammeln und austauschen können. Kurz gesagt: Gegenstände, Maschinen und Apparate des täglichen Lebens sind miteinander vernetzt, mit dem Ziel, dem Menschen alltägliche Dinge zu erleichtern oder abzunehmen.

Dabei sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt: So könnte die Kaffeemaschine vom Lichtschalter in Ihrem Bad benachrichtigt werden, dass Sie nun aufgestanden sind und in wenigen Minuten Ihren Frühstückskaffe geniessen möchten, worauf sie sich automatisch in Gang setzt. Vielleicht stellt der Spiegel im Bad fest, dass Sie heute einen ganz besonders starken Kaffee brauchen.

Oder Ihr Kühlschrank stellt über seine Sensoren fest, dass die Margarine bald leer ist und Ihr Lieblingsjoghurt fehlt, worauf er selbständig im Online-Shop Nachschub bestellt. Oder die intelligente Badewanne, die von Ihrem intelligenten Jogging-Anzug benachrichtigt wird, wenn Sie sich nach der Jogging-Runde wieder Ihrem Zuhause nähern und sich selbständig füllt. Natürlich mit der richtigen Wassertemperatur, abgestimmt auf Ihre Körpertemperatur, welche das intelligente Fitness-Armband der Badewanne übermittelt hat.

Das «Internet of Things» ist längst in unserem Alltag angekommen, manchmal sogar unbemerkt. Schon heute kann man in ein «Smart Home» ziehen, ein vernetztes Zuhause, in dem Heizung, Beleuchtung und manche elektronischen Geräte miteinander kommunizieren, um so den Wohlfühl-Faktor der Bewohner zu erhöhen. Und es gibt bereits ziemlich smarte Autos, die Ihre Verspätung berechnen, wenn sich ein Stau abzeichnet und gemäss Ihrem Kalender im Smartphone eine entsprechende Mitteilung an die Teilnehmer der Verabredung sendet.

Das Zeitalter des Internets der Dinge ist schon da. Manches daran erscheint durchaus sinnvoll. Doch nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch tatsächlich hilfreich oder wünschenswert. So wird in Zukunft jeder für sich selbst entscheiden müssen, was er den «Dingen» überlassen und welche Informationen er wohin übermitteln lassen will.

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